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Methodik und Wirkung der Atlastherapie nach Arlen

Ein spezielles Muskelsystem verbindet das Hinterhaupt, den ersten Halswirbelkörper (Atlas) und den zweiten Halswirbelkörper (Axis) miteinander. In den Muskeln liegen Rezeptoren und Sensoren, die die Stellung des Körpers im Raum und den Spannungszustand des Muskel- und Sehnensystems registrieren. Es bestehen direkte Verbindungen zum Gleichgewichtsorgan und zu den Zentren im Gehirn, in denen die Grob- und Feinmotorik gesteuert wird. Es besteht außerdem Kontakt zu Hirngebieten, in denen Schmerzsignale aus dem Bewegungssystem verarbeitet werden.

Die Muskeln und Sehnen im oberen Nackenbereich haben die Funktion eines Sinnesorgans. Dieses sendet Informationen an das Gehirn. Daraus entstehen die Reaktionen des Körpers. Verspannungen und Bewegungsstörungen beispielsweise führen zur Weitergabe von falschen Informationen an das Gehirn. Schmerzsignale können zudem Signale weiterleiten, die einen Störprozess signalisieren.

Die Atlastherapie, die auf das Gleichgewichtsorgan, den Muskeltonus, die Eigenwahrnehmung des Körpers, das Schmerzempfinden  und das vegetative (willkürliche) Nervensystem wirkt, korrigiert die fehlerhaften Informationen und verbessert oder behebt den krankhaften Zustand.

Bei der Behandlung werden mit kurzen, dosierten Impulsen auf den Atlas die Nackenrezeptoren, die sensiblen Spannungs- und Längenmesser der Muskulatur und der Gelenke, stimuliert. Dies führt zu einer Normalisierung der Muskulatur des gesamten Bewegungssystems. Um die Impulse richtig zu setzen, müssen zuvor die Richtung, die Stärke und die Häufigkeit der Impulse für jeden Patienten individuell ermittelt werden. Der Impuls muss so kurz sein, dass der Aufbau von Schutzreflexen unterbleibt. Die Impulsdauer liegt bei etwa 12-15 ms. Die Intensität des Impulses muss in der Stärke variierbar und jederzeit genau zu wiederholen sein.

Die Atlastherapie ist eine sehr schonende, in der Regel risikolose Behandlungsform. Die Impulssetzung erfolgt streng aus der Neutralstellung, es wird kein Zug und keine Drehung des Kopfes vorgenommen. Ebenso kommt es zu keiner Vor- oder Rückneigung der Halswirbelsäule.

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